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Melde- und Eskalationsverfahren

Dieses Dokument beschreibt die verbindlichen Verfahren zur Erkennung, Meldung und Eskalation von IT-Notfallereignissen bei der CERTANIA Holding GmbH.


Zweck und Geltungsbereich

Die in diesem Dokument beschriebenen Verfahren gelten für alle Mitarbeitenden und IT-Verantwortlichen der CERTANIA Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften. Ziel ist die schnelle, geordnete und lückenlos dokumentierte Reaktion auf IT-Störungen und Notfallereignisse.


Klassifizierung von Ereignissen

Alle IT-Ereignisse werden in folgende Schweregrade eingeteilt, um eine angemessene Reaktion sicherzustellen:

SchweregradBezeichnungBeschreibungBeispiele
S1KritischKomplettausfall eines oder mehrerer Tier-1-Systeme; Betrieb nicht möglichM365-Totalausfall, Ransomware-Angriff
S2HochWesentliche Einschränkung kritischer Systeme; Notbetrieb erforderlichE-Mail-Ausfall, DNS-Störung
S3MittelEingeschränkte Funktionalität; Ausweichlösungen verfügbarLucaNet-Ausfall, Endgeräteprobleme
S4NiedrigGeringfügige Störung; Normalbetrieb weitgehend möglichEinzelne Benutzerprobleme

Meldeprozess

Jedes IT-Ereignis muss unverzüglich gemeldet werden. Der folgende Meldeprozess gilt verbindlich:

Schritt 1: Ersterkennung und Erstmeldung

  1. Betroffene Person erkennt eine IT-Störung oder erhält einen Alert

  2. Unverzügliche Meldung an IT-Leitung (Alexander Schedler):

    • Telefon/Mobil: +49 171 4123 929
    • E-Mail: aschedler@certania.com
    • Alternativ: Disaster Recovery Manager (Tina Turner):
      • Telefon/Mobil: +49 170 20 76 784
  3. Meldung enthält: Beschreibung der Störung, betroffene Systeme, Zeitpunkt der Erkennung, eigene Einschätzung des Schweregrads

Schritt 2: Erstbewertung durch IT-Leitung

  1. ITL bewertet den Schweregrad (S1–S4)
  2. Bei S1 oder S2: Sofortige Benachrichtigung des DRM und Einleitung des DR-Plans
  3. Bei S3 oder S4: Standardmäßiger IT-Support-Prozess, ggf. Eskalation bei Verschlechterung
  4. Dokumentation des Ereignisses im Störungsprotokoll (siehe Abschnitt "Dokumentation")

Schritt 3: Eskalation (bei S1/S2)

Bei Schweregrad S1 oder S2 wird der folgende Eskalationspfad ausgelöst:

  1. IT-Leitung informiert DRM (Tina Turner)
  2. DRM aktiviert das DR-Team (gemäß Dokument 05)
  3. DRM informiert Geschäftsführung
  4. KV übernimmt interne und externe Kommunikation
  5. Bei Datenschutzverletzung: Prüfung der DSGVO-Meldepflicht (Art. 33 – 72 Stunden)
  6. Bei Cyber-Versicherungsschaden: Meldung an Coalition (Policen-Nr. C-52RZ-008560-CYBER-2025)

Eskalationsmatrix

Die folgende Matrix definiert, wer bei welchem Schweregrad informiert werden muss:

SchweregradIT-LeitungDRMGeschäftsführungKVBehörden/BSIVersicherung
S1 – Kritisch✅ Sofort✅ Sofort✅ Innerhalb 1h✅ Sofort⚠️ Prüfen⚠️ Prüfen
S2 – Hoch✅ Sofort✅ Innerhalb 30 min✅ Innerhalb 2h✅ Innerhalb 1h
S3 – Mittel✅ Sofort⚠️ Bei Eskalation
S4 – Niedrig✅ Normal

Meldepflichten gegenüber Behörden

Bei bestimmten Ereignissen bestehen gesetzliche Meldepflichten:

DSGVO Art. 33 – Meldung an Aufsichtsbehörde

Bei einer Datenschutzverletzung, die voraussichtlich ein Risiko für natürliche Personen darstellt, gilt:

  • Frist: Innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden
  • Meldestelle: Zuständige Datenschutzbehörde (BayLDA)
  • Verantwortlich: DRM in Abstimmung mit Datenschutzbeauftragtem (Fabian Fromm)

Kommunikation im Notfall

Falls Microsoft 365 (E-Mail/Teams) ausgefallen ist, werden folgende Notfall-Kommunikationswege verwendet:

KommunikationswegDetails
Mobiltelefon (Anruf/SMS)Primärer Notfallkanal – alle DR-Team-Mitglieder
Privat-E-Mail⚠️ PLATZHALTER – Liste privater Notfall-E-Mail-Adressen
Messenger (z. B. Signal)⚠️ PLATZHALTER – Notfallgruppe einzurichten
Physisches TreffenBürostandort: ⚠️ PLATZHALTER – Adresse eintragen

Dokumentation von Ereignissen

Alle Ereignisse ab Schweregrad S3 sind lückenlos zu dokumentieren. Das Störungsprotokoll enthält mindestens:

  • Datum und Uhrzeit der Erkennung
  • Beschreibung des Ereignisses
  • Betroffene Systeme und Datenbereiche
  • Ergriffene Sofortmaßnahmen
  • Beteiligte Personen
  • Zeitpunkt der Wiederherstellung
  • Ursachenanalyse (nach Abschluss)
  • Lessons Learned und Verbesserungsmaßnahmen

⚠️ PLATZHALTER – Vorlage für das Störungsprotokoll muss durch Alexander Schedler (ITL) bis [30.04.2026] erstellt werden.


Änderungshistorie

VersionDatumAutorÄnderung
0.12026-02-24Alexander SchedlerInitiale Erstellung

Dokumentensteuerung

FeldWert
Dokumentenname06_Melde-und-Eskalationsverfahren.md
Version0.1
StatusEntwurf
Erstellt vonAlexander Schedler
Freigegeben von
Datum2026-02-24
Nächste Überprüfung2027-02-24